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Aktuelles

 

 

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2016 hat der ASB zu seinem "Jahr der Integration" erklärt. Unter dem Motto "Wer seine Heimat verliert, findet bei uns eine neue" wurden in ganz Deutschland zahlreiche Unterkünfte organisiert und Hilfestellungen geschaffen. Flüchtlingshilfe heißt beim Arbeiter-Samariter-Bund jedoch nicht nur für ein Dach über dem Kopf der Menschen zu sorgen, sondern Angebote zu realisieren, die zur erfolgreichen Integration in die neue Heimat führen.

Eines dieser Angebote wurde Anfang Juni 2016 durch den Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Ruhr e. V. in die Tat umgesetzt, nachdem im Frühjahr feststand, dass der Verband sogenannte Chromebooks für seine Flüchtlingshilfe erhalten wird. Die Firma Google beschloss im Januar, Hilfsorganisationen, die in der Flüchtlingshilfe tätig sind, insgesamt 25.000 Chromebooks zu spenden - 20 erhielt der Regionalverband Ruhr. Die Hälfte ist nun in der ASB-Flüchtlingsunterkunft in Hattingen im eigens organisierten Internetcafé untergebracht. Die zehn restlichen kommen ebenfalls in der Flüchtlingshilfe des ASB Ruhrs zum Einsatz.

Hattinger spenden einen Teil ihres WLAN


Als kleinere Versionen eines normalen Laptops könnte man die Google Chromebooks bezeichnen. Neben der hohen Bedienerfreundlichkeit kommt hinzu, dass sie sich besonders gut für die Arbeit mit dem Internet eignen. Die Initiative NetHope, die engagierten Organisationen ermöglicht, die Welt mit Technik zu verbessern, entwickelte zusammen mit Google das "Project Reconnect". Ziel ist es, Flüchtlingen in Deutschland einen Zugang zu Bildungsangeboten und Informationsquellen im Internet zu verschaffen.

"Das Internet ist das zentrale Medium für geflüchtete Menschen. Der Kontakt zu Familien, Freunden und anderen wichtigen Personen kann aufrechterhalten werden. Aber es kann auch zur Orientierung in der neuen Heimat dienen. Durch die Mitarbeiter vor Ort und die Atmosphäre im Internetcafé entsteht ein geschützter, gemeinschaftlicher und unterstützender Rahmen. Ich bin froh, dass wir einige Chromebooks kostenlos nutzen können, da eine solche Anschaffung ansonsten kaum finanzierbar wäre", so Mareike Tolsdorf, Bereichsleitung Flüchtlingshilfe beim ASB Ruhr. Weitere Unterstützung auf lokaler Ebene bekommt der ASB Ruhr durch Hattinger Bürger, die über Freifunk Hattingen einen Teil ihres eigenen WLAN-Traffics spenden. So können die geflüchteten Menschen die Chromebooks jederzeit nutzen.

Onlinesprachkurse sind sehr beliebt


Die Resonanz bei den Gästen der Unterkunft ist bis dato sehr gut. Ein großer Teil nutzt die Chromebooks, um autodidaktisch Deutsch zu lernen. Ist das Gerät hochgefahren öffnet sich die Seite "Asyl Plus". Nachdem dort das eigene Herkunftsland angegeben wurde, startet das integrierte Sprachkursangebot, das durch den Starnberger Goethe-Verlag bereitgestellt wird.

Parallel zu den Öffnungszeiten des Internetcafés findet die Kinderbetreuung, die die Flüchtlingshilfe des ASB Ruhrs ebenfalls sicherstellt, statt. So können Eltern in Ruhe die Sprachkurse absolvieren oder Praktikumsplätze recherchieren. Geflüchtete Jugendliche und junge Erwachsene nutzen die Chromebooks vermehrt zur Berufsorientierung.

Wer dafür sorgen möchte, dass die durch den ASB Ruhr in Hattingen untergebrachten Flüchtlinge auch weiterhin genug WLAN zur Verfügung haben, um das Internetcafé zu nutzen, bekommt auf der Homepage von Freifunk Hattingen alle notwendigen Informationen.

 

demenzbetreuung

 

Pflegende Angehörige und Familienmitglieder an Demenz erkrankter Menschen stehen häufig vor der schwierigen Situation, die Pflege und Betreuung ihres Angehörigen eigenständig gewährleisten zu wollen. Dadurch sind sie enormen Belastungen ausgesetzt, denn nicht nur die körperlichen Anstrengungen machen ihnen auf Dauer zu schaffen. Auch der psychische Druck ist enorm hoch, da der demenzerkrankte Angehörige eine nahezu durchgängige Betreuung benötigt. Hinzu kommt die Konfrontation mit vielen Ängsten, Sorgen und Nöten.

Die qualifizierten Mitarbeiter der ASB Begegnungszentren in Essen-Steele und Bottrop-Welheim bieten die häusliche Betreuung von Demenzerkrankten an, um pflegende Angehörige zu entlasten. Die Patienten können in ihrer gewohnten Umgebung bleiben, Angehörige erhalten die Möglichkeit in dieser Zeit etwas für sich selbst zu tun, Freunde zu treffen oder neue Kraft zu schöpfen – mit der Gewissheit, dass der demenzkranke Angehörige in guten Händen ist.

Wurde durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) bereits ein erheblicher Betreuungsbedarf des Betroffenen diagnostiziert, können die Betreuungsleistungen über die Pflegekasse abgerechnet werden. Weitere Informationen erhalten unter der unten angegebenen Rufnummern.

 

ASB Begegnungsstätte Steele        

Cordula Janoschka (Leitung)

Dreiringplatz 1

45276 Essen

Tel.: 0201/180 5 971

ASB Begegnungsstätte Welheim

Petra Cziuraj (Leitung)

An der Kommende 13

45238 Bottrop

Tel.: 02041/375 4 411

 

 

 

Diskussion7

 

Am Abend des 14. Junis 2016 konnte die Arbeiter-Samariter-Jugend Ruhr eine Premiere feiern. Unter dem Motto "Die ASJ fragt - Politiker antworten" fand erstmalig eine eigens organisierte Podiumsdiskussion statt. Im Rahmen der Kampagne "Verschieden! Gleich!" hatte der Jugendverband des Arbeiter-Samariter-Bundes Ruhr zwei Essener Lokalpolitiker eingeladen, um mit ihnen über das Thema Rassismus zu sprechen. Am Ende der Veranstaltung konnten alle Teilnehmer einen gelungenen Auftakt feiern.

Auf den Namen "Verschieden! Gleich!" hört die Anti-Rassismus-Kampagne der ASJ-Ruhr. Nach einer erfolgreichen und gewollt bunten Postkarten-Aktion folgte für das Engagement "(M)ein Rucksack für Flüchtlingskinder" die Auszeichnung als Leuchtturmprojekt durch den ASB-Bundesverband. Der nächste Kampagnen-Meilenstein kündigte sich für den Abend des 14. Junis 2016 in Essen an.

Rassismus hat viele Facetten


"Wie haben Sie den Weg in die Politik gefunden?", "Waren Sie schon einmal selbst von Rassismus betroffen? und "Wie oft wird das Thema Fremdenfeindlichkeit im Deutschen Bundestag diskutiert?" waren nur einige der Fragen, die die Anwesenden den Lokalpolitikern MdB Matthias Hauer (CDU/CSU) und MdB Dirk Heidenblut (SPD) stellten. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde kam die Diskussion zügig ins Rollen. Die Beteiligten hatten sich schnell warmgeredet, weshalb das einstündige Zeitfenster rasch verstrichen war.

Besonders interessiert zeigte sich das Publikum an dem Thema Integration, aber auch über den aktuellen Wahlkampf in Amerika sowie die Flüchtlingspolitik wurde gesprochen. Letztendlich konnte das Fazit gezogen werden, dass Rassismus viele Facetten und momentan eine starke Präsenz in Politik und Gesellschaft hat. "Als Partei müssen wir ganz klar Position beziehen. Im Bundestag wird Rassismus immer wieder diskutiert", so Dirk Heidenblut von der SPD. CDU/CSU-Vertreter Matthias Hauer stimmte mit ein: "Gerade was die Thematik der Fremdenfeindlichkeit betrifft sind keine einfachen Antworten zu finden." Beide Lokalpolitiker schauen trotzdem mit Zuversicht nach vorn. Vor allem im Ruhrgebiet, das durchaus über viele positive Beispiele für gelungene Integration verfügt, sei das Potential hoch, Rassismus durch Zusammenhalt gemeinsam zu bekämpfen.

Ausklang bei Häppchen und Getränken


Das anschließende "Come Together" bei Häppchen und Getränken bot dann noch einmal die Möglichkeit, den persönlichen Kontakt zu Matthias Hauer und Dirk Heidenblut zu suchen. Die beiden Lokalpolitiker nahmen sich auch nach Ende der Diskussionsrunde viel Zeit für weitere Fragen. Gemeinsam ließ man den Abend in lockerer Atmosphäre ausklingen. Für ein Gruppenbild blieb ebenso noch etwas Zeit, bevor sich die Politiker herzlich von dem engagierten Team verabschiedeten.

Die Frage, ob sich die Podiumsdiskussion als feste Größe im ASJ-Ruhr-Geschehen verankern soll, wurde von den Anwesenden mit einem klaren "Ja" beantwortet. Man darf also schon einmal gespannt sein zu welchem Thema es im nächsten Jahr wieder jede Menge Gesprächsstoff geben wird.

 

Foto: Matthias Hauer (links) und Dirk Heidenblut stehen Rede und Antwort.

 

Buecherschrank

 

Hier kommen Bücherwürmer auf ihre Kosten! Die in Essen-Steele gelegene Begegnungsstätte des Arbeiter-Samariter-Bundes Regionalverband Ruhr e. V. stellt Anfang Juni 2016 ihren offenen Bücherschrank vor. Dieser lädt zum kostenlosen Büchertausch ein.

Geschmökert und gestöbert  wird zu den regulären Öffnungszeiten der Begegnungsstätte. Leiterin Cordula Janoschka hofft, dass sich der Schrank schnell füllt: "Ich freue mich über zahlreiche Bücherspenden." Wir wünschen ein angenehmes Lesevergnügen!

Öffnungszeiten

Montag 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr, Dienstag und Mittwoch von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr, Donnerstag und Freitag von 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr.

Anschrift und Kontakt

Dreiringplatz 1, 45276 Essen

Tel.: 0201/180 5 971

 

 

 

 

 

Migrationsberatung

 

Im letzten Jahr hat die Stadt Hattingen viele neue Mitbürger erhalten. Diese Menschen bringen einen Fluchthintergrund mit und brauchen oft Orientierung, Unterstützung und Integrationshilfe. Integration lebt von einem persönlichen Miteinander. Zur Unterstützung unserer Arbeit zur Integration von Flüchtlingen suchen wir Mitbürger, die sich im Bereich der Flüchtlingshilfe ehrenamtliche engagieren möchten. Sie können sich beteiligen, indem Sie die Mitarbeiter in der Alphabetisierung von Flüchtlingen unterstützen, Kindern bei den Hausaufgaben helfen oder eine Patenschaft für eine Familie übernehmen.

Helfen Sie Deutsch zu lernen. Sie brauchen keine besonderen Vorkenntnisse, Sprache wird hier alltagsorientiert und spielerisch vermittelt. Unsere Erfahrungen zeigen, dass ein nicht unerheblicher Teil der Geflüchteten weder lesen noch schreiben kann. Die Unsicherheit ist oft groß, Integrationskurse werden nicht besucht, Angebote zur Alphabetisierung aus Scham nicht in Anspruch genommen. In erster Linie soll es weniger um das Erlernen der Buchstaben gehen, sondern vielmehr darum, Deutsch als gesprochenes Wort zu verstehen und es zu sprechen. Über Bilder und das Erleben der Wörter in ihrem realen Kontext, zum Beispiel bei einem gemeinsamen Einkauf, Spaziergang, Besuch eines Volksfestes oder auch einer Kirche, soll Sprache erlernt werden. Alphabetisierungskurse finden immer dienstags und donnerstags von 11.00 Uhr bis 12.30 Uhr statt.

 

Patenschaftsprojekt 3

 

Helfen Sie Wissen zu vermitteln. Viele Kinder aus geflüchteten Familien besuchen mittlerweile eine Schule. Die Eltern geflüchteter Kinder haben häufig Schwierigkeiten ihre Kinder bei den Hausaufgaben einer deutschen Schule zu unterstützen, da ihre Sprachkenntnisse noch nicht ausreichen. Durch eine regelmäßige Hausaufgabenbetreuung, möglichst im Beisein der Eltern, können Eltern und Kindern voneinander lernen und durch Sie beim Deutschlernen unterstützt werden. Eltern erfahren eine Anleitung in der Hausaufgabenbetreuung. Kinder sammeln Erfolgserlebnisse und werden bei der Selbstständigkeit unterstützt. Hausaufgaben werden montags bis freitags ab 14 Uhr zusammen gemacht.

Helfen Sie in allen Lebenslagen. Patenschaften soll keine professionellen Hilfen ersetzten. Persönliche Beziehungen helfen jedoch, sich zurechtzufinden und einzuleben. Pate sein bedeutet einen anderen Menschen langfristig zu unterstützen, zum Beispiel indem Fragen beantwortet oder gemeinsame Unternehmungen gemacht werden. Dabei sollen beidseitig Wünsche, Vorstellungen und Erwartungen berücksichtigt werden. Werden Sie Pate und vereinbaren Sie ein Kennenlerngespräch!

Bei Interesse oder Fragen kommen Sie vorbei oder wenden Sie sich an: Frau Judith Krogmann.


August-Bebel-Str. 15, 45525 Hattingen
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Mobil: 0172 - 2817982

 

 

CafeVielfalt

 

Fürsorge zeigen, Hoffnung schenken, Anker sein - eine ehrenamtliche Patenschaft zeichnet nicht bloß die Begleitung von Behördengängen aus, sondern darüber hinaus fester Ansprechpartner und guter Freund zu sein. Mit dem ersten "Café Vielfalt" startete der Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Ruhr e. V. am 2. Juni 2016 ein Patenschaftsprojekt für Menschen, die aus ihrem Heimatland fliehen mussten.

"Das war einmalig. Ich bin total begeistert" - Mareike Tolsdorf, Bereichsleitung der Flüchtlingshilfe beim ASB Ruhr, schaut voller Glück auf das erste "Café Vielfalt" zurück. "Die Stimmung war gelöst, es wurde viel gelacht." Im Rahmen des Treffens, das in den Räumen der ASB Betriebs GmbH stattfand, kamen Bottroper Bürgerinnen und Bürger, die sich für eine Patenschaft mit Menschen, die ihr Heimatland aufgrund von Krieg oder Verfolgung verlassen mussten, interessierten, zusammen. Potentielle Paten und Bürger konnten sich kennenlernen. Insgesamt hatten sich rund 30 Gäste im "Café Vielfalt" versammelt.

Lebendiger Austausch bei Kaffee und Kuchen


Wie in einem richtigen Café gab es Tee und Kaffee, die Interessenten für eine Patenschaft hatten verschiedene Sorten Kuchen gebacken. Zwei Syrer brachten ebenfalls selbst zubereitete Backwaren mit. In offener Atmosphäre kamen alle Gäste des "Café Vielfalt" schnell ins Gespräch. Einige der Teilnehmer, die eine oft beschwerliche Flucht hinter sich haben, konnten sich bereits in deutscher Sprache verständigen. Das machte den Austausch noch lebendiger.

Grundstein für Patenschaften ist gelegt


Das Patenschaftsprojekt der Flüchtlingshilfe beim ASB Ruhr setzt sich für einen aktiven Dialog zwischen den Bürgerinnen und Bürgern aus Bottrop und den geflohenen Menschen ein, in dessen Rahmen Patenschaften für gemeinsame Freizeitaktivitäten oder Unterstützung im Alltag entstehen sollen. Aus der Premiere des "Café Vielfalt" ist bereits eine erste Unterstützungspartnerschaft hervorgegangen: zwei Ehrenamtlerinnen aus Bottrop möchten einer vierköpfigen syrischen Familie bei der Suche nach der geeigneten Wohnung behilflich sein.

In den nächsten beiden Wochen werden zwei Informationsveranstaltungen stattfinden: eine für die Bottroper Bürgerinnen und Bürger, die andere für geflohene Menschen. Und auch das nächste "Café Vielfalt" ist schon in Planung. Interessenten können sich bei Xenia Kuhn, Referat Flüchtlingshilfe des ASB Ruhrs, unter der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden.

 

 

 

 

 

 

 

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Spiel, Satz und Sieg: nicht nur für Rot-Weiß Essen entpuppte sich der 28. Mai 2016 als Tag wahrer Glückstreffer. Während sich die Spieler des Essener Vereins über ein 3:0 gegen den Wuppertaler Sportverein - und damit das gewonnene Pokalfinale - freuen durften, zogen auch die zahlreichen Rettungssanitäter des Arbeiter-Samariter-Bundes Regionalverband Ruhr e. V. positive Bilanz.

Der letzte Samstag im Mai, rund 17.000 Menschen haben den Weg ins Essener Stadion gefunden. An diesem Tag sollte sich entscheiden wer den Niederrheinpokal mit nach Hause nehmen darf - der Wuppertaler Sportverein oder Rot-Weiß Essen. Mit einem klaren 3:0 holten Letztere den Sieg und qualifizierten sich damit für den DFB-Pokal.

Da zwischen den Fans beider Vereine eine große Rivalität besteht, wurden schon im Vorhinein umfassende Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Neben einem Großaufgebot der Polizei, mobilisierte man für den Fall der Fälle vor allem Rettungswagen und das entsprechende Fachpersonal. An dieser Stelle kam der ASB Ruhr ins Spiel.

Heimspiel für den ASB Ruhr


Mit einem Team, zusammengesetzt aus knapp 50 Personen, rückte der Rettungs- und Sanitätsdienst des ASB Ruhrs am Samstag an. Da die in Essen ansässige Hilfsorganisation schon seit vielen Jahren die RWE-Heimspiele betreut, ist sie mit den örtlichen Gegebenheiten bestens bekannt und genießt bei Spielern sowie Besuchern höchstes Vertrauen. Entgegen aller Erwartungen kam es nur zu wenigen Ausschreitungen zwischen RWE- und WSV-Fans. Diese spielten sich zudem nicht im Stadion, sondern ausschließlich außerhalb ab.

"Wir blicken auf ein fröhliches Fußballfest zurück und beglückwünschen Rot-Weiß Essen zum Sieg. Außerdem möchten wir uns auf diesem Weg bei allen beteiligten Einsatzkräften des ASB bedanken", sagt Sven Kottenberg, der den Rettungsdienst des ASB Ruhrs stellvertretend leitet. "Das war ein schöner Saisonabschluss, wir freuen uns schon auf die nächste Saison!"

 

 

 

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In der Wohn- und Betreuungseinrichtung des Arbeiter-Samariter-Bundes Regionalverband Ruhr e. V. wird psychisch kranken Bewohnern eine sichere Struktur geboten. Zusätzlich zu begleiteten Besuchen des Supermarktes und samstäglichen Ausflügen, haben die Mitarbeiter der Einrichtung in der Onckenstraße vor drei Jahren ein kreatives Gartenprojekt ins Leben gerufen, das sich großer Beliebtheit bei den Bewohnern erfreut.

Einen Lebensalltag schaffen, Verantwortung übernehmen, die Resultate der investierten Mühe sehen - keine Frage, bei dem Gartenprojekt in der Wohn- und Betreuungseinrichtung des ASB Ruhrs geht es nicht bloß um das Bepflanzen von Beeten oder Gießen von Blumen, wie Carsten Werres, stellvertretender Leiter der Einrichtung, erklärt: "Es entsteht etwas Schönes, wenn ich mich darum kümmere. Das lernen die Bewohner. Die individuelle Arbeitseinteilung ermöglicht, dass jeder von ihnen nach Talent und Fähigkeiten eingesetzt wird. Was dem einen leicht von der Hand geht, kann für den anderen unter Umständen eine schwer zu meisternde Aufgabe sein."

Die Gartenarbeit muss dabei fortwährend betrieben werden, unabhängig von der Jahreszeit. "Das Projekt ist für die Bewohner. Wir als Team, hier in der Onckenstraße, haben es uns zum Ziel gesetzt, stets neue Anreize für sie zu schaffen."

Ein Garten von dem man lernen kann


Die Bepflanzung der Nutzbeete wechselt jährlich. In diesem Jahr wachsen dort zum Beispiel Erdbeeren und Mais. Doch nicht nur die Beete, sondern auch der Gartenteich muss in Schuss gehalten werden. Das heißt: Fische füttern, Unkraut jäten, die Teichhügel pflegen und das Wasser sauber halten. Die gute Pflege trägt dazu bei, dass der Garten als zusätzlicher Aufenthaltsraum unter den Bewohnern beliebt ist. "Für sie ist der Garten eine Wohlfühloase", so Mitarbeiterin Angelika Michelitsch.

"Uns ist wichtig, dass die Bewohner in alle Prozesse involviert sind. Sie sind nicht nur dabei, wenn neue Pflanzen entstehen, sondern lernen auch etwas über Saatkunde. Zusätzlich bekommen sie ein Gefühl für die Entwicklung von Pflanzen und die Entstehung von Lebensmitteln."

Klassiker, aber auch Experimente


In dem mit einem eigenen Bewässerungssystem ausgestatten Gewächshaus werden jedes Jahr verschiedene Gemüsesorten angepflanzt. Tomatensträucher - ein beliebter Klassiker - finden sich in direkter Nachbarschaft zu Zucchini- und Gurkenpflanzen wieder, aber auch Paprikapflanzen wurden hier schon großgezogen. Zusätzlich gibt es ein Feld, das für Experimente genutzt werden kann. 2015 konnten dort Physalis geerntet werden. "Wir lernen jedes Jahr dazu, so wie jeder andere Hobbygärtner auch", erzählt Carsten Werres.

Ein Kringel voller Kräuter


Neben allerhand Obst und Gemüse in Bio-Qualität, dürfen natürlich auch die frischen Kräuter nicht fehlen. Dafür wurde eigens eine Kräuterschnecke angelegt, in der neben den üblichen Verdächtigen Rosmarin, Thymian und Schnittlauch, auch Exoten wie Cola- oder Curry-Kraut zu finden sind. Die Kräuter aus dem grünen Kringel eignen sich perfekt zum Würzen verschiedener Speisen und werden in der hauseigenen Küche der Einrichtung verwendet.

In Garten und Gewächshaus der ASB-Wohn- und Betreuungseinrichtung passiert alle acht Wochen etwas Neues. Jährlicher Startmonat ist der März, der Herbst ist die Zeit, in der Beete, Garten und Gewächshaus für den Winter fit gemacht werden. Im Juli wird an dieser Stelle der nächste Zwischenbericht aus der Essener Onckenstraße zu finden sein, die nun noch ein bisschen mehr grünt und blüht als zuvor.

 

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Den "Wünschewagen" gibt es offiziell seit Ende September 2013. Mittlerweile kann das dasTeam auf mehr als hundert Wunschfahrten zurückblicken und auch der Pool an ehrenamtlichen Helfern wächst stetig. Nun durfte sich das Wünschewagen-Team über hohen Besuch freuen.

Donnerstag, der 19. Mai 2016. Trotz seines vollgepackten Terminkalenders lässt es sich Franz Müntefering, SPD-Politiker sowie seit drei Jahren ehrenamtlicher Präsident des Arbeiter-Samariter-Bundes, nicht nehmen in der Essener Hauptgeschäftsstelle des ASB Regionalverbandes Ruhr e. V. vorbeizuschauen. Grund für seinen Besuch: der in Arnsberg lebende Politiker wollte sich ausführlich über das Projekt "Der Wünschewagen" informieren.

Ein Politiker, der großes Interesse zeigt


"Das Projekt 'Der Wünschewagen' ist ein tiefgreifendes Zeichen dafür, dass man sich mit dem Sterben auseinandersetzen muss, was einem Großteil der Gesellschaft immer noch sehr schwerfällt. Sterben ist ein Stück Leben, danach kommt erst der Tod", findet Franz Müntefering. Nach einer umfassenden Präsentation, in der Projektleiterin Nazan Aynur Franz Müntefering mit vielen Informationen rund um das Thema Wunschfahrten im Wünschewagen versorgte, zeigte sich der SPD-Politiker an der Arbeit des Wünschewagen-Teams sehr interessiert. Im regen Austausch stellte er viele Fragen.

Die nach den häufigsten Wunschzielen und dem Einsatz der ehrenamtlichen Helfer waren nur zwei davon. "Die Wünsche sind sehr verschieden. Oft wollen die Fahrgäste, die wir übrigens ganz bewusst nicht Patienten nennen, ans Meer, aber auch Fußballspiele sind sehr beliebt. Wir stellen uns komplett auf die Wünsche des jeweiligen Fahrgastes ein, denn es geht uns nicht darum Leben zu retten, sondern sie zu verschönern", so Nazan Aynur. Annika Schulze Aquack, Geschäftsführerin beim ASB Regionalverband Ruhr e. V., fügt noch hinzu: "Wir fahren ganz unterschiedliche Personen: Kinder, Erwachsene und Senioren. Je nach Fahrgast werden dann die passenden Ehrenamtler eingesetzt."

Erst NRW, jetzt ganz Deutschland


Da es sich bei "Der Wünschewagen" um ein Projekt des ASB Ruhrs handelt wurden bis dato ausschließlich Wunschanfragen aus Nordrhein-Westfalen angenommen - doch das wird sich in Zukunft ändern. " 'Der Wünschewagen' ist von einem NRW-Projekt zu einem Deutschland-Projekt geworden. Umso mehr freut es uns, dass wir nun jemanden an der Seite haben, der sich mit dem Konzept hinter dem Wünschewagen identifizieren kann", so Nazan Aynur. Franz Müntefering zeigte sich ebenso erfreut: "Von der Idee her bin ich ganz bei der Sache und auch stolz darauf, dass dieses Projekt innerhalb des Arbeiter-Samariter-Bundes entstanden ist."

Nach der Besichtigung des Wünschewagens, in dessen Rahmen Rettungsdienstleiter Ralf Nebel sowie Ralph Steiner, stellvertretender Vorsitzender des ASB Regionalverbandes Ruhr e. V., einige Dinge zur Ausstattung des Wagens erläuterten, blieb noch Zeit für ein gemeinsames Foto bevor sich Franz Müntefering herzlich von allen Anwesenden verabschiedete.

 

Foto: v. l. n. r.: Ines Jungmann, Amelie Hecker, Nazan Aynur, Franz Müntefering, Ralf Nebel, Annika Schulze Aquack, Ralph Steiner.

 

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2016 steht beim Arbeiter-Samariter-Bund ganz im Zeichen der Integration. Anlässlich dieses Jahresmottos ehrt der ASB bundesweit 15 Leuchtturmprojekte, die zugunsten Geflüchteter und deren Integration ins Leben gerufen wurden. Eines dieser Projekte hört auf den Namen "(M)ein Rucksack für Flüchtlingskinder" und ist auf die Initiative der Arbeiter-Samariter-Jugend Ruhr zurückzuführen.

Mit der Aktion "(M)ein Rucksack für Flüchtlingskinder" hat es sich die Arbeiter-Samariter-Jugend Ruhr zur Aufgabe gemacht, Flüchtlingskindern wieder ein wenig Freude zu schenken. Nach der strapaziösen Flucht haben die Kinder meist kein eigenes Spielzeug mehr. Mit dem Inhalt des Rucksacks, bestehend aus einer Brotdose, einer Trinkflasche, Buntstiften, Block und Kuscheltier, bekommen sie ein Stück Privatsphäre zurück - in Flüchtlingsunterkünften ein rares Gut, denn dort leben viele Menschen auf engstem Raum zusammen. Bis dato hat die ASJ Ruhr rund 400 der roten Rucksäcke befüllt.

"Die Essener ASJ ist sehr aktiv"


Zur Übergabe des Leuchtturms am 12. Mai 2016 besuchte Ulrich Bauch, Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bundes, das Jugendhaus in der Harkortstraße. Von dem Engagement der Jugendlichen ist er begeistert: "Die Entscheidung ist auf das Rucksackprojekt gefallen, weil die Essener ASJ sehr aktiv ist. Ich bin der Meinung, dass das außerordentliche Engagement der Jugendlichen anerkannt werden muss. Ich freue mich." Mindestens genauso glücklich: Thorsten Jung, Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bundes Regionalverband Ruhr e. V., vor allem aber Henning Handschke, der die ASJ Ruhr seit vielen Jahren erfolgreich leitet: "Die Ehrung als Leuchtturmprojekt verstehe ich als Wertschätzung der gesamten ASJ Ruhr. Auf diese Weise wird der Einsatz der Jugendlichen und Ehrenamtler, die die Idee zu der Rucksackaktion eigenständig entwickelt haben, in besonderer Form gewürdigt. Dafür möchte ich mich im Namen der gesamten ASJ Ruhr bedanken".

Nachahmer erwünscht


Einige weitere Jugendverbände des ASB waren der Meinung, dass die Aktion "(M)ein Rucksack für Flüchtlingskinder" absolut nachahmenswert ist und packten bereits fleißig Rucksäcke, die anschließend in Flüchtlingsunterkünften des ASB verteilt wurden - zum Beispiel der ASB Kaiserslautern. "Ich wünsche mir, dass noch viele weitere unserer Jugendverbände mitziehen", so Ulrich Bauch.

Das Projekt "(M)ein Rucksack für Flüchtlingskinder" ist Teil der Anti-Rassismus-Kampagne "Verschieden! Gleich!", die die ASJ Ruhr 2016 startete. In diesem Jahr werden einige weitere Veranstaltungen folgen. So wird am 14. Juni 2016 eine Podiumsdiskussion stattfinden, zu der die ASJ Ruhr MdB Dirk Heidenblut (SPD), Geschäftsführer des ASB Regionalverbandes Ruhr e. V., und MdB Mattias Hauer (CDU/CSU) eingeladen hat. Gemeinsam mit den Jugendlichen wollen die Essener Politiker über Themen wie Integration, Rassismus und Lokalpolitik diskutieren.

Foto: v. l. n. r.: Thorsten Jung, Henning Handschke, Ulrich Bauch.

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